Schülergewinnung
Die Eltern, die ihr sucht, suchen gerade selbst.
Sie sitzen abends am Küchentisch, neben ihnen ein Kind, das seit Monaten mit Bauchweh zur Schule geht. Sie wissen noch nicht, dass es eine Alternative gibt. Wir sorgen dafür, dass sie es erfahren — und selbst herausfinden, ob sie zu euch passt.
- Einschulung
- Quereinstieg
- Oberstufe
- Kindergarten
Die Grundhaltung
Erst die Familie verstehen. Dann die Schule zeigen.
Die meisten Schulen erzählen zuerst von sich: Epochenunterricht, Handwerk, Jahresfeste, kleine Klassen. Das ist alles richtig — und es erreicht Eltern nicht, die gerade damit beschäftigt sind, dass ihr Kind morgens nicht mehr aufstehen will.
Wir drehen die Reihenfolge um. Zuerst geht es um das, was die Familie erlebt. Dann darum, was sie sich für ihr Kind wünscht. Und erst danach darum, wie eine Schule aussehen kann, in der das möglich ist.
Wer diesen Weg zu Ende geht, meldet sich nicht aus Neugier, sondern weil er etwas erkannt hat. Das sind die Familien, die auch nach dem dritten Elternabend noch da sind.
Eltern entscheiden sich nicht für eine Pädagogik. Sie entscheiden sich für einen Ort, an dem ihr Kind wieder gerne aufsteht.

Wie Familien zu euch kommen
Vier Stationen — und an jeder darf man aussteigen.
- 1
Etwas begegnet ihnen
Ein Bild und ein Satz, der die eigene Küchentisch-Situation trifft. Kein Schullogo, kein Versprechen — eine Beobachtung, die sich echt anfühlt.
- 2
Sie beantworten Fragen über sich
Ein kurzer Weg mit Fragen, die keine Prüfung sind, sondern ein Spiegel. Beim Beantworten formulieren Eltern zum ersten Mal aus, was sie eigentlich vermissen.
- 3
Sie bekommen etwas Substanzielles
Einen ausführlichen Ratgeber zu ihrer Situation. Kein Werbeprospekt — Orientierung, die auch dann hilft, wenn sie sich am Ende gegen euch entscheiden.
- 4
Sie nehmen Kontakt auf
Und zwar von sich aus, weil sie inzwischen wissen, was sie suchen. Bei euch landet niemand, der nur auf einen Knopf gedrückt hat.
Ein Beispiel
Was dabei herauskommt, wenn man Menschen aussteigen lässt.
Eine Kampagne zur Schülergewinnung an der Freien Waldorfschule Schwäbisch Hall, rund einen Monat lang, mit einem Mediabudget von etwa 900 Euro.
- 538
- Menschen auf der Informationsseite
- 506
- entschieden für sich, dass es nicht passt
- 32
- Familien nahmen aktiv Kontakt auf
Die 506 sind kein Verlust. Sie sind der Grund, warum die 32 Gespräche etwas wert waren.
Häufige Fragen
Was Schulen uns vorher fragen.
Wirkt das nicht wie Werbung für eine Schule?
Die Ansprache redet zuerst über die Situation der Familie, nicht über die Schule. Erst wenn Eltern für sich geklärt haben, was sie eigentlich suchen, kommt die Schule ins Bild. Wer dann Kontakt aufnimmt, hat sich bereits entschieden, sich ernsthaft damit zu beschäftigen.
Bekommen wir dann Anfragen von Familien, die nicht zu uns passen?
Der Weg ist bewusst so gebaut, dass ein großer Teil der Interessierten unterwegs für sich merkt, dass es nicht passt. Das ist gewollt. An der Freien Waldorfschule Schwäbisch Hall besuchten 538 Menschen die Informationsseite; 32 Familien nahmen am Ende aktiv Kontakt auf.
Was kostet so eine Kampagne an Werbebudget?
Die Größenordnung ist kleiner, als die meisten erwarten. Die genannte Kampagne lief mit rund 900 Euro Mediabudget über etwa einen Monat. Ein einziger Schüler, der über die Schulzeit bleibt, refinanziert das um ein Vielfaches.
Funktioniert das auch für Quereinstiege und die Oberstufe?
Ja. Für Einschulung, Quereinstieg und Oberstufe brauchen wir jeweils eine eigene Ansprache, weil die Fragen der Familien völlig verschieden sind. Die Oberstufe ist die anspruchsvollste, weil dort die Entscheidung stärker beim Jugendlichen selbst liegt.
Erreichen wir damit auch Familien, die Waldorf noch gar nicht kennen?
Vor allem die. Familien, die Waldorf schon kennen, finden den Weg meist allein. Interessanter sind die Eltern, die spüren, dass ihr Kind gerade nicht gesehen wird — und noch gar nicht wissen, dass es eine Alternative gibt.
Erzählt uns, wie viele Plätze bei euch frei sind.
Wir schauen gemeinsam, für welche Stufe sich der Aufwand lohnt — und für welche eher nicht.
