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BM Wachstum

Lehrergewinnung

Die Menschen, die zu euch passen, lesen gerade keine Stellenanzeigen.

Sie stehen in einem staatlichen Klassenzimmer und funktionieren. Nach außen ist alles in Ordnung. Innerlich stellen sie sich seit zwei Jahren dieselbe Frage. Genau diese Menschen sprechen wir an.

  • Klassenlehrer
  • Fachlehrer
  • Mangelfächer
  • Quereinsteiger
  • Erzieherinnen
  • Verwaltung

Warum Anzeigen weniger tragen

Der Markt hat sich umgedreht.

Eine Stellenanzeige erreicht Menschen, die suchen. Der weitaus größere Teil der Lehrerinnen und Lehrer sucht aber nicht — er ist beschäftigt, erschöpft und hat sich damit abgefunden, dass es so ist, wie es ist.

Diese Menschen wechseln trotzdem. Aber sie tun es nicht, weil sie eine Anzeige finden, sondern weil ihnen etwas begegnet, das eine Frage in ihnen berührt, die sie schon länger mit sich herumtragen.

Deshalb beginnt unsere Arbeit nicht bei der Stelle, sondern bei der Frage: Was würde jemand hier finden, das er heute vermisst?

Wer aus einem staatlichen Klassenzimmer wechselt, tut das fast nie wegen des Gehalts. Sondern weil er sein Fach wieder unterrichten will, statt es abzuprüfen.

Aufgeschlagenes Epochenheft mit Wachsmalzeichnung auf einem Holztisch
Das, wofür jemand kommt, steht selten in einer Stellenanzeige.

Der Ablauf

Sechs Schritte, von denen ihr zwei selbst gehen müsst.

  1. 1

    Wir hören zu

    Ein bis zwei Gespräche mit den Menschen, die die Stelle betrifft: der Fachbereich, die Schulführung, oft auch jemand, der neu dazugekommen ist. Wir fragen nach dem, was hier anders ist als anderswo — und nach dem, was schwierig ist.

  2. 2

    Wir schreiben die Ansprache

    Aus diesen Gesprächen entsteht der Text. Er beschreibt eine Wirklichkeit, keine Wunschvorstellung. Wer auf dieser Grundlage kommt, weiß, worauf er sich einlässt — und bleibt eher.

  3. 3

    Wir bauen die Seite dahinter

    Eine eigene Seite, auf der Interessierte in Ruhe lesen können, wie es bei euch zugeht. Mit einem Weg, sich zu melden, der niemanden zu einem Lebenslauf zwingt, bevor er überhaupt weiß, ob es passt.

  4. 4

    Wir bringen die Ansprache dorthin, wo Lehrkräfte sind

    Nicht in Stellenportale, sondern in die sozialen Netzwerke, in denen Lehrerinnen und Lehrer abends unterwegs sind. Dort erreichen wir auch Menschen, die gerade gar keine Stelle suchen.

  5. 5

    Wir sprechen mit jedem, der sich meldet

    Persönlich, am Telefon, in der Regel innerhalb von zwei Werktagen. Wir klären fachliche Eignung, Lebenssituation und Haltung. Bei euch landet, wer wirklich passt.

  6. 6

    Ihr entscheidet

    Kennenlernen, Hospitation, Zusage — das bleibt vollständig bei euch. Wir liefern keine Menschen, wir eröffnen Begegnungen.

Ein Beispiel

Freie Waldorfschule Schwäbisch Hall

Mehrere Stellen offen, quer durch die Fächer: Klassenlehrer, Mathematik, Physik, Englisch, Deutsch, dazu die Verwaltung. Die üblichen Wege waren gegangen und trugen immer weniger.

Wir haben mit dem Kollegium gesprochen, die Schule gezeigt, wie sie ist, und die Ansprache dorthin gebracht, wo Lehrkräfte tatsächlich unterwegs sind. Jede Rückmeldung wurde persönlich angerufen.

225
Bewerbungen insgesamt
50
nach Prüfung weitergegeben
9
Stellen besetzt, in zwei bis drei Monaten

Sommer 2025. Die schnellste Zusage kam innerhalb weniger Tage nach dem Erstkontakt.

Häufige Fragen

Was Schulen uns vorher fragen.

Wie lange dauert es, bis sich die ersten passenden Lehrkräfte melden?

Die ersten Rückmeldungen kommen meist in den ersten Tagen nach dem Start. Bis passende Menschen mit der Schule sprechen, vergehen erfahrungsgemäß zwei bis drei Wochen.

Funktioniert das auch bei Mangelfächern wie Mathematik, Physik oder Eurythmie?

Ja, mit längerem Atem. Gerade bei Mangelfächern lohnt sich die Ansprache von Menschen, die aktuell nicht suchen, weil über Stellenanzeigen kaum noch jemand erreichbar ist. An der Freien Waldorfschule Schwäbisch Hall wurden unter anderem Mathematik, Physik, Englisch und Deutsch besetzt.

Wie viel Zeit kostet uns das als Schule?

Zu Beginn zwei bis drei Stunden für Gespräche mit den Menschen, die die Stelle betrifft. Danach vor allem die Termine mit den Bewerberinnen und Bewerbern, die zu euch passen.

Wer spricht mit den Bewerbern?

Zuerst wir, persönlich am Telefon, in der Regel innerhalb von zwei Werktagen. Bei der Schule landen die Menschen, die fachlich und menschlich passen. Kennenlernen, Hospitation und Zusage bleiben vollständig bei der Schule.

Passt das zur Waldorf-Kultur, oder wirkt das wie klassische Werbung?

Die Texte und Bilder entstehen aus Gesprächen mit dem Kollegium. Es wird gezeigt, wie die Schule wirklich arbeitet — die Schule sieht alles, bevor etwas veröffentlicht wird.

Erzählt uns, welche Stelle euch gerade beschäftigt.

Ein kurzes Gespräch reicht, um einzuschätzen, ob das ein Weg für euch ist. Wenn nicht, sagen wir das offen.